DimeA

Projekt DimeAStadt Flensburg / Schleswig-Holstein

Das Projekt DimeA ist eine digitale Lösung auf Open-Source-Basis zur Überwindung von Sprachbarrieren in der hausärztlichen Versorgung. Zugewanderte, die die deutsche Sprache noch nicht gut oder gar nicht sprechen, erfassen ihre gesundheitlichen Beschwerden vor einem Arztbesuch in ihrer eigenen Sprache.

Wie funktioniert es praktisch?

In der Unterkunft: Zugewanderte scannen den QR-Code, der in den Unterkünften auf ausgehängten mehrsprachigen Plakaten zur Verfügung gestellt wird. Das Ergebnis der Abfrage in der Muttersprache wird ebenfalls als QR-Code gespeichert, direkt auf dem Handy der Patienten.

In der Arztpraxis: Am Tresen wird der QR-Code vorgezeigt, dieser enthält das Ergebnis in deutscher Sprache. Das Ergebnis ähnelt einem strukturierten Arztbrief. Die Information wird durch Scan eines QR-Codes in jedes PVS übertragen.

Dem Praxispersonal liegen damit die anamnestischen Grundinformationen zu den akuten Beschwerden sofort in der Patientenakte in Deutsch zur Verfügung. Die Untersuchung und Behandlung kann nun auf gesicherten Angaben basieren, die Missverständnisse oder irreführende Übersetzungen z.B. bei Nutzung in vielen Sprachen inadäquater und fehleranfälliger Übersetzungshilfen ausschließen. Die Zeit für die Konsultation kann effizienter und Sprachmittlung gezielt auf die wichtigen Anschlussfragen zur Differenzialdiagnose genutzt werden.

DimeA ist ein Projekt der Stadt Flensburg, finanziert durch das Land Schleswig-Holstein (DigitalHub.sh) unterstützt vom Hausärztinnen- und Hausärzteverband Schleswig-Holstein e.V.

Der Ablauf in der Praxis im VideoSo kommen die Informationen in Ihr PVS

In einer Online-Demonstration für den Hausärztinnen- und Hausärzteverband Niedersachsen zeigt Moritz Eckert, Facharzt für Allgemeinmedizin in der Praxisgemeinschaft Eckert & Poppe, das Einlesen in das PVS am praktischen Beispiel.

So funktioniert es für Zugewanderte

Die mehrsprachige Abfrage wird einfach mit dem Handy der Zugewanderten gestartet, indem ein QR-Code gescannt wird. Es muss keine App installiert werden.

Der QR-Code steht in den Unterkünften und Beratungsstellen der Pilotregionen auf Postern und auf Visitenkarten mit mehrsprachiger Erklärung zur Verfügung.

Geflüchtete und Migrant:innen durchlaufen in der App bereits vor dem Arzttermin eine strukturierte Abfrage zu ihren gesundheitlichen Beschwerden. Die App protokolliert die Antworten und fasst die darüber erhobenen anamnestischen Informationen fachsprachlich zusammen. Die App stellt keine Diagnosen.

Alle Angaben bleiben anonym. Die Verknüpfung der anonymen Informationen mit einer Person - erfolgt erst bei Übernahme der Daten in die personalisierte Patientenakte im PVS der Arztpraxis.

FAQAntworten auf häufig gestellte Fragen zum Projekt